Japanisch-deutsche Unternehmenskultur bei Mitsubishi Electric

Japanisch-deutsche Unternehmenskultur bei Mitsubishi Electric

Am 4. Juni waren wir zu Gast bei der deutschen Niederlassung von Mitsubishi Electric in Ratingen, welche Ende 2015 ihre neuen Räumlichkeiten am Mitsubishi-Electric-Platz in Ratingen bezog. Das  neue Gebäude setzt mit eigenen Technologien Maßstäbe für maximale Energieeffizienz und maximalen Komfort sowie für umweltfreundliches und nachhaltiges Bauen.                           

Wir wurden sehr herzlich von Georg Jennen, General Manager der deutschen Niederlassung von Mitsubishi Electric, empfangen und waren mit rund 30 Unternehmerinnen der erste rein weibliche Teilnehmerkreis einer Führung durch die Ausstellung „The World of Mitsubishi Electric“.

Los ging es mit einer kurzen Vorstellung des Unternehmens, bei der wir erfuhren, dass Mitsubishi Electric nicht nur den ersten Handtrockner und den schnellsten Aufzug der Welt (73 km/h, Shanghai Tower) gebaut hat, sondern auch Spiralrolltreppen und Reiskocher herstellt.

Die eigenen Aufzüge und Klimageräte wurden auch im neuen Headquarter verbaut, in dem aktuell rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind - Platz ist für 250 weitere. Angesichts des niedrigen Anteils an weiblichen Beschäftigten (25 %) wies uns Georg Jennen augenzwinkernd gleich mehrfach auf die derzeitigen Jobangebote hin, die neben vielen anderen Informationen zur Produktpalette und zur Unternehmensgeschichte auf einem riesigen Touchscreen von jedem Gast angeklickt werden können.

Die Ausstellung „The World of Mitsubishi Electric“ zeigt spielerisch und mit vielen interaktiven Exponaten, wo überall Produkte und Lösungen von Mitsubishi Electric zu finden sind. Von der Satellitentechnik über die auf ein Tausendstel Millimeter genau schleifenden Erodiermaschinen bis hin zur Heiz- und Klimatechnik in Bürogebäuden – überall stößt man auf Innovationen aus dem Hause Mitsubishi Electric.

Highlight der Ausstellung ist die Roboterapplikation „Threebots“, ein Aushängeschild für die Präzisionsarbeit von Mitsubishi Electric. Für ihre Choreografie gewann die Applikation in Cannes den Silbernen Löwen.

Im anschließenden Vortrag gewannen wir Einblicke in die spezifische Unternehmenskultur von Mitsubishi Electric und in die japanische Lebensart. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tritt man wertschätzend gegenüber, der Betriebsrat wird als wertvolle Institution gesehen, die neue Arbeitszeitmodelle entwickelt und bei notwendigem Personalabbau gute Lösungen findet. Hier spürt man die japanische Prägung des Verhältnisses zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Denn in Japan ist es sehr verbreitet, sein gesamtes Berufsleben bei ein und demselben Arbeitgeber zu verbringen. Amüsante Anekdoten zu deutsch-japanischen Begrüßungsriten (Verbeugen vs. Händeschütteln) und zur korrekten Handhabung der Visitenkarte (Mit beiden Händen übergeben! Niemals derselben Person zweimal eine Visitenkarte übergeben! Visitenkarten in der richtigen Reihenfolge auf den Tisch legen!) rundeten das Bild ab. Ebenso erheiternd war der Bericht von Georg Jennen über einen Besuch in Japan – vom Hotelzimmer, das nur mit den hoteleigenen Pantoletten betreten werden durfte, vom Bad im japanischen Spa und vom anschließenden Besuch in einer Karaoke-Bar – im Bademantel. Damit wir im Hinblick auf die japanischen Eigenarten beim nächsten Japan-Besuch gerüstet sind, bekamen wir einen besonderen Reiseführer geschenkt.

Schließlich ließen wir den Abend beim Get Together ausklingen, wo wir bei Häppchen und dem konzerneigenen Kirin-Bier Gelegenheit zu weiteren Gesprächen hatten.

Ein rundum gelungener Abend – und das gute Gefühl, dass Anstand und Erfolg sich auch in der heutigen Zeit nicht ausschließen. Dafür ist Mitsubishi Electric ein glänzendes Beispiel.

Veranstaltungen der bfR

Sinn und Zweck von Emotionen

10.09.2019 um 19.00 Uhr
Dr. Sylvia Olschinka

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